Können Katzen schwitzen?

An heißen Sommertagen suchen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen nach Wegen zur Abkühlung. Während Hunde sichtbar hecheln, scheinen Katzen äußerlich kaum auf Hitze zu reagieren. Doch wie regulieren Katzen eigentlich ihre Körpertemperatur? Schwitzen sie wie wir – oder haben sie ganz andere Strategien, um der Hitze zu trotzen? Dieser Artikel geht der Frage auf den Grund, ob Katzen schwitzen können, welche Rolle ihre Schweißdrüsen spielen und wie sie sich effektiv abkühlen. Zudem erhalten Sie praktische Tipps, wie Sie Ihre Katze bei hohen Temperaturen schützen.

Können Katzen schwitzen?
Können Katzen schwitzen?

Das Wichtigste in Kürze zu „Schwitzen Katzen?“

  • Katzen besitzen Schweißdrüsen – aber nur an haarlosen Körperstellen wie Pfoten, Lippen und Anus.
  • Schwitzen bei Katzen ist meist ein Zeichen von Stress, nicht der Temperaturregulation.
  • Zur Abkühlung lecken sich Katzen vermehrt, wodurch Speichel verdunstet und kühlt.
  • Katzen suchen sich bei Hitze instinktiv kühle, schattige Plätze und verhalten sich ruhiger.
  • Hecheln bei Katzen ist untypisch – bei fehlendem Anlass sofort tierärztlich abklären.

Schwitzen Katzen wirklich?

Ja, Katzen schwitzen – aber anders als Menschen. Sie besitzen Schweißdrüsen nur an bestimmten haarlosen Stellen, z. B. an den Pfoten. Schwitzen dient bei ihnen primär der Stressreaktion, nicht der aktiven Kühlung. Um sich abzukühlen, lecken sie ihr Fell, ziehen sich an kühle Orte zurück und reduzieren ihre Aktivität.

Können Katzen schwitzen?

Es gibt einen Grund, warum Sie Ihre Katze im Sommer noch nie Schweißperlen abschütteln gesehen haben. Wo genau, warum und wie Katzen schwitzen, ist ein wenig anders als beim Menschen.

Haben Katzen Schweißdrüsen?

Wie wir haben auch Katzen Schweißdrüsen, aber sie sind nicht überall am Körper verteilt. Vielmehr befinden sich die Schweißdrüsen von Katzen nur an einigen wenigen, relativ haarlosen Stellen, etwa zwischen den Fußballen, um die Lippen herum und auf der Haut um den Anus.

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Wie schwitzen Katzen? An dieser Stelle wird es ein wenig kompliziert. Katzen schwitzen in der Regel nicht so wie wir, um sich abzukühlen – das ist oft eher eine Reaktion auf Stress.

Wenn sich eine Katze verängstigt oder gestresst fühlt, schüttet ihr Körper Stresshormone aus, die wiederum ihre Schweißdrüsen zur Schweißabgabe veranlassen. Aus diesem Grund hinterlässt eine gestresste Katze in der Klinik manchmal kleine nasse Pfotenabdrücke auf dem Edelstahltisch.

Doch auch wenn Katzen nicht genug schwitzen, um der Hitze zu trotzen, müssen sie ihre Körpertemperatur stabil halten. Alle Säugetiere – Menschen, Hunde und Katzen gleichermaßen – müssen ihre Körpertemperatur im Rahmen der Homöostase, d. h. der Aufrechterhaltung des körpereigenen Gleichgewichts, das für wichtige chemische Prozesse erforderlich ist, unter Kontrolle halten. Die Körpertemperatur einer Katze sollte im normalen Bereich bleiben.

Wie kühlen sich Katzen ab?

Katzen kühlen sich in erster Linie ab, indem sie sich lecken. Aus diesem Grund werden Sie vielleicht feststellen, dass sich Ihre Katze in den warmen Frühlings- und Sommermonaten häufiger putzt.

Es hat sich herausgestellt, dass Ihre Katze ihr Fell nicht nur leckt, um verirrte Haare oder Ungeziefer wie Flöhe zu entfernen. In einer PNAS-Studie aus dem Jahr 2018 wurde festgestellt, dass er bei jedem Zungenschlag Speichel hinterlässt, der ihn kühlt, während er auf der Haut verdunstet.

Katzen kühlen sich auch ab, indem sie sich an kühlere Orte zurückziehen und Pausen vom Spielen und anderen Aktivitäten einlegen, wenn es heiß ist. Sie suchen sich ein kühles Plätzchen und beugen sich hinunter, verbrauchen weniger Energie und produzieren folglich weniger Wärme.

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Wichtiger Hinweis: Während Hunde oft hecheln, um sich abzukühlen, tun Katzen das nicht. Vielleicht bemerken Sie, dass Ihre Katze oder Ihr Kätzchen nach einem besonders anstrengenden Spiel hechelt (was in Ordnung ist), aber wenn es keinen offensichtlichen Grund für das Hecheln gibt, könnte es ein Anzeichen für ein tieferes Gesundheitsproblem sein, wie z. B. Katzenasthma. Wenn Sie bemerken, dass Ihre Katze hechelt, könnten Sie in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, also bringen Sie sie sofort zu einem Tierarzt.

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Welche Körpertemperatur ist normal bei Katzen?

Die normale Körpertemperatur von Katzen liegt zwischen 38,0 und 39,3 °C. Temperaturen ab etwa 40 °C gelten bereits als kritisch und können auf Überhitzung oder Fieber hinweisen. Anders als bei Menschen fällt es Katzen schwer, überschüssige Wärme aktiv abzuleiten, da sie kaum schwitzen. Bei extremen Außentemperaturen oder unzureichender Flüssigkeitszufuhr kann die Temperatur rasch gefährlich steigen.

Symptome wie Apathie, starkes Hecheln, Erbrechen oder wackliger Gang sind Alarmsignale. In solchen Fällen sollten Katzen rasch in einen kühlen Raum gebracht und sofort tierärztlich untersucht werden. Temperaturmessung kann mit einem digitalen Fieberthermometer im After erfolgen – aber nur vorsichtig und idealerweise mit Helfer. Bleiben Sie aufmerksam, besonders bei alten, übergewichtigen oder kurzschnäuzigen Katzenrassen.

Woran erkennt man einen Hitzschlag bei Katzen?

Ein Hitzschlag ist ein tiermedizinischer Notfall. Erste Anzeichen sind übermäßige Unruhe, Hecheln, Taumeln, rotes Zahnfleisch und starrer Blick. In fortgeschrittenem Stadium kann es zu Krämpfen, Erbrechen, Bewusstlosigkeit oder sogar Organversagen kommen. Besonders gefährdet sind Wohnungskatzen ohne Rückzugsmöglichkeiten und Tiere in überhitzten Räumen oder Autos.

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Wird ein Hitzschlag vermutet, bringen Sie die Katze sofort in einen kühlen, schattigen Bereich und bieten Sie frisches Wasser an – zwingen Sie sie jedoch nicht zum Trinken. Kühlen Sie Pfoten und Ohren mit einem feuchten Tuch, aber niemals mit Eiswasser. Kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt. Jede Minute zählt, um Folgeschäden zu vermeiden.

Diese Maßnahmen helfen Ihrer Katze bei Hitze

Damit Ihre Katze gut durch heiße Tage kommt, können Sie einfache Maßnahmen ergreifen. Stellen Sie mehrere Wassernäpfe an unterschiedlichen Stellen in der Wohnung auf – idealerweise mit frischem, leicht gekühltem Wasser. Gefrorene Wasserflaschen in Handtüchern können als Raumklimaanlage dienen. Ein schattiger Platz unter dem Sofa oder in kühlen Räumen sollte jederzeit zugänglich sein.

Tagsüber können Vorhänge geschlossen bleiben, um die Wohnung kühl zu halten. Feuchte Waschlappen auf dem Fell helfen manchen Katzen – allerdings nur, wenn sie dies tolerieren. Spielen Sie nur in den kühleren Morgen- und Abendstunden, um Überhitzung zu vermeiden. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung auf Balkonen oder Terrassen.

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