Katze natürlich entwurmen mit Hausmittel – wie geht das?
Wurmbefall ist bei Katzen keine Seltenheit – egal ob Stubentiger oder Freigänger. Zwar verläuft ein leichter Befall oft unbemerkt, doch unbehandelt kann er zu schweren Verdauungsproblemen, Mangelerscheinungen und sogar zur Übertragung auf den Menschen führen. Eine regelmäßige Entwurmung schützt nicht nur Ihre Katze, sondern auch Ihre eigene Gesundheit. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum und wie oft eine Wurmkur sinnvoll ist, welche Arten von Würmern es gibt und welche natürlichen Alternativen zur Verfügung stehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Gesundheitsschutz: Wurmbefall kann bei Katzen zu Durchfall, Erbrechen und Gewichtsverlust führen.
- Zoonose-Gefahr: Einige Würmer können auch auf Menschen übertragen werden.
- Hohe Ansteckungsgefahr: Besonders Freigänger stecken sich schnell über Erde, Beutetiere oder Flöhe an.
- Frühe Behandlung wichtig: Schon Kitten können sich über die Muttermilch infizieren.
- Alternative Methoden möglich: Neben chemischen Wurmkuren gibt es auch natürliche Entwurmungsmittel wie Kokosöl oder Kräuter.
Warum sollte man seine Katze regelmäßig entwurmen?
Katzen sollten regelmäßig entwurmt werden, weil ein Wurmbefall zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen wie Erbrechen, Durchfall, Nährstoffmangel und Gewichtsverlust führen kann. Zudem besteht eine Ansteckungsgefahr für den Menschen, etwa durch Spulwürmer. Besonders Freigänger infizieren sich leicht über Erde, Flöhe oder Beutetiere. Eine regelmäßige Entwurmung schützt somit sowohl die Katze als auch deren Umfeld. Empfohlen wird eine Wurmkur alle 1–3 Monate, abhängig von Alter, Haltung und Infektionsrisiko.
Was sind Würmer und wie befallen sie Ihre Katze?
Spulwürmer und deren Übertragung
Diese Würmer sind die am häufigsten vorkommenden Darmparasiten. Der Körperbau ist lang und weiß, im gesamten sehen sie nudelartig aus. Die Eier der Tiere werden im Stuhl ausgeschieden und können in der Erde monate- bis jahrelang überdauern. Gerade bei Freigängern kann dies zum Problem werden, da die Katzen sich häufig die Pfoten lecken, an denen Reste von Erde und Wurmeiern anhaften können.
Da Samtpfoten mit Auslauf auch dazu neigen, erbeutete Nagetiere zu fressen, welche unter Wurmbefall gelitten haben können, ist eine Wurmkur bei diesen Tieren besonders wichtig. Des Weiteren können sich neugeborene Kätzchen bei der Aufnahme von Wurmlarven über die Muttermilch infizieren. Die meisten Neugeborenen werden so von Spulwürmern befallen.
Bandwürmer und deren Übertragung
Bandwürmer sind, im Gegensatz zu Spulwürmern, flach und bestehen aus mehreren Segmenten, welche Eier beinhalten. Diese Teile können im Stuhl der Katze gefunden werden und sehen so ähnlich aus wie Reiskörner. Manchmal können die Parasiten auch im Ganzen im Katzenbett, sowie am Darmausgang gefunden werden.
Damit Bandwürmer überleben, beziehungsweise übertragen werden können, benötigen sie einen Zwischenwirt. Dabei handelt es sich meist um Flöhe oder Nagetiere, welche Ihr Haustier infizieren können. Also besonders Freigänger oder Tiere, welche mit Flöhen befallen sind, sollten sicherheitshalber einer Wurmkur unterzogen werden.
Ab welchem Alter darf entwurmt werden und wie oft?
Da, wie bereits zuvor erwähnt, Spulwurmlarven über die Muttermilch weitergegeben werden können, ist es unbedingt erforderlich, bereits schon früh mit der Entwurmung bei Katzen zu beginnen. Für gewöhnlich erfolgt die erste Entwurmung bereits beim Züchter oder beim ersten Routinecheck beim Tierarzt. Im allgemeinen lässt sich sagen, dass die Kätzchen nach der zweiten Lebenswoche alle zwei Wochen entwurmt werden sollten.
Ab der achten Woche bis zum sechsten Monat sollte eine monatliche Wurmkur erfolgen. Dies gilt allerdings nur für Spulwürmer. Bandwurmkuren werden bei Jungtieren nur dann nötig, wenn sie auch unter Flohbefall leiden. Ab einem halben Jahr sollte alle ein bis drei Monate sowohl gegen Band-, also auch gegen Spulwürmer behandelt werden.
Wie kann ich meine Katzen entwurmen?
Es gibt eine Vielzahl an Entwurmungs-Produkten für Katzen auf dem Markt. In jedem Fall sollten Sie sich an den Tierarzt Ihres Vertrauens wenden, um für Ihre Katze die wirksamste und sicherste Option zu wählen. Je nachdem, was sich Ihrer Katze am einfachsten verabreichen lässt, sollten Sie die passende Darreichungsform besorgen. Unter anderem erhält man flüssige Mittel, Pasten, sowie Granulate oder Tabletten. Ab sechs Monaten sollte alle ein bis drei Monate eine Wurmkur sowohl gegen Band- wie auch gegen Spulwürmer gegeben werden.
Oft lohnt es sich, auch Vorteilspackungen zurückzugreifen. Am einfachsten lassen sich Wurmkuren für Katzen unter das gewohnte Futter mischen. Am besten gelingt das bei Nassfutter. Für Tabletten finden sich auch spezielle Spritzen mit Tablettenaufsatz im Fachhandel, mit deren Hilfe man das Medikament direkt in das Maul verabreichen kann.
Welche Mittel zur Entwurmung sind am Markt erhältlich und gibt es natürliche Alternativen?
Dass Wurmkuren nicht nur beim Tierarzt, sondern auch in gut sortierten Tierfachgeschäften und auch günstig auf Amazon erhältlich sind, wissen Sie mit Sicherheit schon. In den Regalen findet man dann gängige Präparate wie zum Beispiel „Drontal“, „Frontline“, „Advantage“, „Advocate“ und viele weitere. Jedoch ist es nicht immer empfehlenswert, seinen Stubentiger dauerhaft mit Medikamenten zu füttern. Neben den Nebenwirkungen chemischer Prasitenmittel gesellt sich nämlich noch die Problematik der Resistenzbildung.
Viele Tierhalter wissen leider nicht, dass es durchaus auch natürliche Wege gibt, seine Katze zu entwurmen. In freier Wildbahn würden sich Tiere zur naturgerechten Entwurmung selbst Kräuter suchen, um ihre Darmprobleme zu lösen. In Gefangenschaft ist hierbei das verantwortungsbewusste Handeln des Halters gefragt. Sie müssen nun jedoch nicht selbst in den Wald Kräuter sammeln gehen, um Ihren Lieblingen etwas Gutes zu tun. Von Naturavetal gibt es fertige, naturbelassene Präparate wie etwa „Vermcurat“ bei akutem Wurmbefall oder „Vermprevet“ zur vorbeugenden Behandlung gegen Darmparasiten.
Wer auf 100 Prozent Natur setzen will, findet in manchen Fachgeschäften oder im Internet Kräutermischungen zur Entwurmung. Alternativ dazu kann man auch Kokosöl, welches man beinahe überall in guter Bio-Qualität kaufen kann, zur Entwurmung und Stärkung des Immunsystems nutzen. Mischen Sie dazu einfach täglich einen halben Teelöffel des Öls unter das Tierfutter. Ihre Samtpfote, sowie Ihre eigene Gesundheit wird es Ihnen danken.
Kotuntersuchung als Alternative zur pauschalen Entwurmung
Nicht immer ist eine routinemäßige Entwurmung alle paar Monate zwingend notwendig. Eine sinnvolle Alternative ist die Kotuntersuchung beim Tierarzt. Dabei wird der Stuhl auf Wurmeier oder Larven untersucht – die sogenannte „Koproskopie“. Besonders bei Wohnungskatzen oder bei Tieren, die keine Symptome zeigen, kann diese Methode helfen, unnötige Medikamentengaben zu vermeiden. In vielen Fällen reicht eine Untersuchung pro Quartal aus. Bei Freigängern oder bei akuten Beschwerden sollte häufiger getestet werden. Wichtig ist dabei, den Kot über mindestens drei aufeinanderfolgende Tage zu sammeln, um eine zuverlässige Diagnose zu ermöglichen. Kotanalysen leisten so einen wichtigen Beitrag zur gezielten und schonenden Entwurmung.
Nebenwirkungen und Resistenzprobleme bei Wurmkuren
Chemische Wurmkuren gelten zwar als effektiv, können aber auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Einige Katzen reagieren mit Erbrechen, Durchfall oder Appetitlosigkeit auf bestimmte Wirkstoffe. In seltenen Fällen treten allergische Reaktionen auf. Zudem steigt bei häufiger Anwendung die Gefahr der Resistenzbildung, vor allem wenn keine Kotuntersuchung zur Diagnosesicherung erfolgt. Das bedeutet: Die Wurmarten entwickeln eine Unempfindlichkeit gegen bestimmte Wirkstoffe, was die Behandlung deutlich erschwert. Um dem vorzubeugen, empfehlen Fachleute wie die StIKo Vet eine individuelle Entwurmungsstrategie in Kombination mit Kotanalysen. So lässt sich die Katze gezielt und möglichst schonend behandeln.
Hygiene im Haushalt bei Wurmbefall
Bei einem diagnostizierten Wurmbefall ist auch im häuslichen Umfeld besondere Sorgfalt geboten. Waschen Sie Katzendecken, Kissen und Spielzeuge gründlich bei mindestens 60 °C. Reinigen Sie regelmäßig Katzentoiletten und saugen Sie Teppiche sorgfältig ab. Auch Kinder sollten engen Kontakt mit befallenen Tieren in dieser Zeit vermeiden. Achten Sie auf saubere Hände nach dem Streicheln oder dem Reinigen des Katzenklos. Besonders bei Bandwurmarten, die über Flöhe übertragen werden, ist eine gleichzeitige Flohbehandlung unerlässlich. Nur durch umfassende Hygiene lässt sich eine erneute Ansteckung zuverlässig verhindern.
Wann ist ein Tierarztbesuch dringend nötig?
In bestimmten Fällen sollte die Entwurmung nicht auf eigene Faust erfolgen, sondern ärztlich begleitet werden. Wenn Ihre Katze plötzlich anhaltenden Durchfall hat, stark abmagert oder ständig erbricht, kann dies auf einen massiven Parasitenbefall hinweisen. Auch sichtbare Wurmteile im Kot oder am After, sowie ein aufgeblähter Bauch bei Kitten sind ernstzunehmende Warnsignale. In solchen Fällen sollte zeitnah ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser kann anhand von Kotproben oder Bluttests den genauen Befall feststellen und gezielt behandeln. Besonders bei geschwächten oder älteren Katzen ist ärztliche Begleitung essenziell.
Erkennen ob die Katze mit einem Bandwurm oder einer Flohlarve infiziert ist
Eine Alternative zu dem Verdacht, dass Ihre Katze einen Bandwurm hat, ist, auf andere Anzeichen einer Infektion zu achten, wie Durchfall oder Anämie. Bandwürmer werden über den Verdauungstrakt des Tieres aufgenommen, daher ist das erste Anzeichen dafür, dass Ihre Katze erkrankt ist, wenn sie beginnt, die Farbe ihres Stuhls zu verändern. Ein weiteres Anzeichen ist, dass die Verdauung des Stuhls länger dauert. Wenn Sie diese Symptome zwei oder mehr Tage lang beobachten, dann ist Ihre Katze wahrscheinlich infiziert.
Es gibt mehrere andere Möglichkeiten, wie sich Hunde infizieren können. Nagetiere können ihre Eier in einen Hund injizieren, die dann auf den Menschen übertragen werden können. Katzen können auch durch Flöhe infiziert werden, obwohl dies selten vorkommt. Es ist wichtig zu wissen, dass Flöhe die Krankheit nicht auf Menschen übertragen, sondern nur auf Hunde und Katzen.
Es gibt heute mehrere Produkte auf dem Markt, die behaupten, dass sie Flohbisse verhindern und Ihre Katze oder Ihren Hund gesund halten können. Viele natürliche Produkte haben sich als nützlich erwiesen, um Katzen und Hunde gesund zu halten. Eine Möglichkeit, Flöhe von Ihrer Katze fernzuhalten, besteht darin, sie tagsüber im Haus zu halten. Dies kann sehr hilfreich sein, wenn Ihre Katze allergisch auf Flohspeichel reagiert.
Sie sollten die Augen Ihrer Katze häufig auf Tränen und Anzeichen von Entzündungen überprüfen. Augenreizungen können ein Zeichen für eine Allergie gegen Gras oder Pollen sein. Manche Katzen können auch einen Hautausschlag haben. Achten Sie auf rote Beulen bei Ihrer Katze, da dies ebenfalls Anzeichen für eine Allergie sind.
Vielleicht bemerken Sie, dass Ihre Katze einen viel geringeren Appetit zu haben scheint als normal. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie die Futtermenge erhöhen, um den Körper wieder ins richtige Gleichgewicht der Nährstoffe zu bringen. Es ist auch eine gute Idee, einen Becher mit probiotischem Joghurt bereitzuhalten, für den Fall, dass sich die Infektion im ganzen Haus und in der Nahrung Ihres Tieres ausbreitet.
Wie kann ich einer parasitären Infektion vorbeugen?
Reinigen Sie Futter- und Wassernäpfe sowie Spritzen, Nippel, Flaschen und Schläuche nach jedem Gebrauch durch ein Kätzchen gründlich. Denken Sie auch daran, jedes neue Kätzchen, das ins Haus kommt, unter Quarantäne zu stellen, sowohl zur Sicherheit der anderen Katzen als auch zur Sicherheit des Kätzchens. Ihre Katze zeigt vielleicht nie Symptome von Bandwürmern und ist frei von Flöhen, aber ein Floh kann leicht auf Ihre Katze springen, zum Kätzchen zurückkehren, vom Kätzchen verschluckt werden und Bandwürmer übertragen. Schaufeln Sie die Katzentoilette täglich aus und reinigen und waschen Sie sie 1-2 Mal pro Woche gründlich.