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Zahnstein bei Katzen entfernen
Zahnstein bei Katzen entfernen

Zahnstein bei Katzen entfernen

Gerade bei älteren Katzen kann es vorkommen, dass sie unter Zahnstein leiden. Dies zeigt sich in erster Linie an einer gelblich bis bräunlichen Verfärbung der Zähne, kann aber in der Folge zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen des Stubentigers führen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls einen Tierarzt aufsuchen.

Zahnstein bei Katzen erkennen

Die Verfärbungen an den Katzenzähnen zeigen sich meist am Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch, manchmal ist aber auch der komplette Zahn damit überzogen. Diese Beläge sind anfangs noch eher weich, innerhalb weniger Tagen können sie aber aushärten und nur mehr durch eine professionelle Entfernung zu bekämpfen. Je mehr Zahnbelag sich entwickelt hat, desto wahrscheinlicher können Sie einen unangenehmen Geruch aus dem Maul des Tieres wahrnehmen.

Dieser stammt daher, dass sich auf den Belägen an den Zähnen Bakterien bilden, die die Futterreste verwerten. Ein weiteres Zeichen dafür, dass Ihre Katze an Zahnstein leidet, sind Entzündungen am Zahnfleisch. Werden diese nicht behandelt, kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgeerkrankungen kommen. Der raue Belag an den Zahnhälsen kann nämlich das Zahnfleisch so stark reizen, dass es sich in der Folge zurück bildet. Dann kann es auch zu Blutungen und starken Schmerzen kommen, womit die Katze eventuell sogar aufhört zu fressen.

Folgeschäden vermeiden

Sobald Sie eines der genannten Symptome für Zahnstein bei Ihrer Katze erkennen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Dieser entfernt den Zahnstein professionell, womit Folgeerscheinungen wie Entzündungen am Kiefer vermieden werden können. Treten diese nämlich auf, kommt es eventuell zu einem Befall des umliegenden Gewebes. Sobald das Knochengewebe betroffen ist, lockern sich die Zähne und können in der Folge ausfallen.

Grundsätzlich kann Zahnstein also den kompletten Organismus der Katze befallen, sofern sich die Bakterien über die Blutbahn im Körper verteilen. Abhilfe schafft hier nur eine professionelle Zahnsteinentfernung, die der Tierarzt vornimmt. Wichtig zu wissen ist, dass Sie diese niemals selbst an Ihrem Tier durchführen sollten. Zu leicht kann sich Ihre Katze bei der Behandlung vor Schreck oder Schmerz verletzen.

Zahnstein professionell entfernen

Am Beginn der Behandlung beim Tierarzt steht eine gründliche Bestandsaufnahme, welche Zähne konkret vom Zahnstein befallen sind. Eventuell müssen schon Zähne gezogen werden. Um dies festzustellen, kontrolliert der Tierarzt zuerst die Innenhöhle des Katzenmauls und fertigt eventuell ein Röntgenbild an. Damit können auch tiefer liegendere Probleme mit den Zähnen festgestellt werden. Es kann auch vorkommen, dass Ihre Katze Antibiotika einnehmen muss, falls sich schon Zahnfleischentzündungen gebildet haben. Wenn es dann schlussendlich zum Entfernen des Zahnsteins bei der Katze kommt, muss dieser Eingriff unter Vollnarkose erfolgen.

Ultraschallgerät zum Zahnstein entfernen

Um den Zahnstein an den Zähnen Ihrer Katze zu entfernen, verwendet der Tierarzt ein Ultraschallgerät. Damit wird der Belag zertrümmert. Da dies von unangenehmen Geräuschen belgeitet wird, erfolgt die Vollnarkose für Ihre Katze. Natürlich liegt auch der Fokus auf der Sicherheit des Tierarztes, der vor einer wild um sich kratzenden Katze gut geschützt arbeiten können muss. Gleichzeitig mit dem Entfernen des Zahnsteins erfolgt auch eine Polierung der Zähne Ihres Stubentigers. Damit bleiben sie nämlich sehr lange frei von eventuellen Belägen, da sich Nahrungsreste nicht so schnell auf einer glatten Oberfläche festsetzen können.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Zahnstein

Damit es gar nicht erst so weit kommt, dass bei Ihrer Katze Zahnstein entfernt werden muss, können Sie in Sachen Mundhygiene einiges unternehmen. Wichtig ist allerdings, dass Sie bei der Zahnpflege Ihres Stubentigers äußerst behutsam vorgehen. Idealerweise beginnen Sie damit aber schon im zarten Alter des Kätzchens. Der Tierarzt zeigt Ihnen mit Sicherheit gerne, wie Sie richtig dabei vorgehen. Anfangs macht es Sinn, dass Sie Ihrem Vierbeine zart mit den Fingern über seine Lippen streichen.

Am nächsten Tag können Sie sich behutsam mit der Hand dem Zahnfleisch und den Zähnen nähern, indem Sie vorsichtig drüber streichen. Sprechen Sie dabei mit Ihrer Katze und machen Sie ihr bewusst, dass Sie Ihr Gutes tun. Anschließend können Sie sie an die Katzenzahnpasta, die Sie in der Tierhandlung kaufen können, gewöhnen. Auch eine spezielle Katzenzahnbürste anzuwenden, ist ratsam.

Zähne putzen nicht mit Zwang

Wenn sich Ihre Katze vehement gegen das Zähne putzen zur Wehr setzt, sollten Sie dies akzeptieren und auf die Maulhygiene verzichten. Gerade bei älteren Stubentigern wird dies der Fall sein. Setzen Sie Ihr Tier keinesfalls unter Druck, denn sonst riskieren Sie Bisse und Kratzer. Vor allem aber könnten Sie das umfassende Vertrauen des Vierbeiners Ihnen gegenüber aufs Spiel setzen. Klar ist, dass Sie trotzdem in regelmäßigen Zeitabständen die Zähne kontrollieren sollten. Hat sich Zahnstein gebildet, muss der Tierarzt helfen.

Trockenfutter gegen Zahnbelag – eine sinnvolle Maßnahme?

Viele Experten empfehlen, Katzen mit Trockenfutter zu füttern um Zahnstein vorzubeugen. Im Handel gibt es sogar spezielle Mischungen dazu, deren Bestandteile so geformt sind, dass sie die Zahnbeläge der Katze beim Kauen abreiben. Sie sollten allerdings bedenken, dass Trockenfutter keinesfalls ein Alleinfutter für Ihren Stubentiger sein darf. Immerhin ist hier wenig bzw. gar keine Flüssigkeit und Feuchtigkeit enthalten. Und es ist bekannt, dass Katzen an sich wenig Wasser trinken. Der geringe Feuchtigkeitsanteil im Trockenfutter kann daher zum Mangel an Flüssigkeit beim Tier führen. Verstopfung oder Harnkristalle können die Folge sein, ebenso wie Nierenversagen.

Barfen als sinnvolle Vorbeugemaßnahme gegen Zahnstein

Auch Barfen gilt als wichtige Maßnahme, um bei Katzen Zahnstein zu vermeiden. BARF bedeutet so viel wie Bones and Rare Food, also eine Mischung aus Knochen und rohem Fleisch. Immerhin gilt es als erwiesen, dass Freigänger, die auch immer wieder einmal eine Maus jagen und fressen, seltener an Zahnstein leiden als Wohnungskatzen. Die Struktur von Muskelfleisch, aber auch Sehnen und Knorpeln schaben Beläge an den Zähnen sehr gut ab.

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