Startseite » Hund » Wie mache ich eine Hunde Wurmkur?
Wie mache ich eine Hunde Wurmkur?
Hunde Wurmkur richtig durchführen.

Wie mache ich eine Hunde Wurmkur?

Eine große Anzahl an Hunden in Deutschland ist von Würmern befallen. Dies kann nicht nur lästig für das Tier werden, sondern auch zu schweren gesundheitlichen Folgen führen. Einige Arten von Würmern können auch für den Menschen gefährlich werden. Daher ist es sehr wichtig, regelmäßig eine Wurmkur für seinen Hund durchzuführen.

Welche Würmer können für Hund und Herrchen gefährlich werden?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Rund- und Bandwürmern, die die Haustiere befallen können.
Zu der Gattung der Rundwürmer gehören:

  • Spulwürmer
  • Hakenwürmer
  • Peitschenwürmer

Zu der Gattung der Bandwürmer zählen:

  • dreigliedrigen Hundebandwürmer
  • Fuchsbandwürmer

Alle 5 Parasitenarten können den Hund befallen und erheblichen Schaden anrichten. Bei einer Wurmkur für Hunde ist es daher wichtig, dass beide Gattungen erfolgreich bekämpft werden.

Wie kann sich der Hund mit Würmern anstecken?

Eine Ansteckung kann auf vielerlei Weise erfolgen. Meist werden die Welpen bereits mit der Muttermilch infiziert, wenn eine Entwurmung der Hündin nicht konsequent und regelmäßig erfolgte. Eine weitere Möglichkeit ist die Ansteckung bei den Spaziergängen. Schnuppert oder leckt der Hund dort an den Hinterlassenschaften der Artgenossen oder frisst sie sogar, so nimmt er die Eier oder Larven der Parasiten in sich auf.

Diese entwickeln sich dann in seinem Inneren bis zu ihrem Endstadium, der Hund wird nun selbst zum ansteckenden Verbreiter der Würmer.Rohes Fleisch kann ebenfalls einen Wurmbefall besitzen, ohne dass dies bemerkt wird. Das Barfen von Hunden (die Fütterung ausschließlich von Rohfleisch) stellt hier eine erhöhte Gefahr für das Tier dar, einen Wurmbefall zu bekommen. 

Selbst das Beschnuppern oder Ablecken eines infizierten Hundes beim Herumtoben kann zu einem Wurmbefall des eigenen Tieres führen. Vorsicht ist daher geboten, wenn der Hund mit anderen Hunden oder Katzen spielt oder sich in Gebieten aufhält, in dem es Füchse gibt. Denn auch die verteilen mit ihrem Kot die Parasiten. 

Besonders gefährdet sich ebenfalls die Hunde, die frei und unbeobachtet herumlaufen können und dabei zum Beispiel infizierte Mäuse oder Vögel fressen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Tiere lebend gefangen oder bereits tot vorgefunden wurden.

Welche Auswirkungen kann ein Wurmbefall für den Hund haben?

Die Symptome eines Wurmbefalls können recht vielseitig ausfallen. Bei einem leichten Befall kommt es meist zu Erbrechen oder Husten, einem blutigen Durchfall oder Hautreizungen. Bei Welpen und Junghunden ist das erste Anzeichen oftmals ein aufgeblähter Bauch.
In späteren Stadien rutschen die Hunde häufig auf ihrem Hinterteil herum, da sie einen starken Juckreiz verspüren.

Eventuell können einzelne Bandwurmglieder in einer Größe ab einem Reiskorn im Stuhl ausfindig gemacht werden. Die Tiere sind geschwächt und verlieren stark an Gewicht. Es kann zu einem Darmverschluss, einer Blutarmut sowie einem unregelmäßigem Herzschlag kommen. Chronische Erkrankungen und Entzündungen des Darms sowie eine Gelbsucht können ebenfalls irreparable Folgen eines starken Wurmbefalls sein.

Wann mache ich eine Hunde Wurmkur?

Eine Hunde Wurmkur besitzt, anders als eine Impfung, keine Depotwirkung, die nach und nach wirksam wird. Das bedeutet, dass das Wurmmittel für den Hund nur die Parasiten abtötet, die sich zur Zeit der Einnahme in dem Haustier befinden. Kommt das Tier am nächsten Tag wieder mit infiziertem Futter oder Kot in Berührung, so beginnt der Befall von neuem.

Die aufgenommenen Eier oder Larven wandern durch den Verdauungstrakt in den Körper des Hundes und entwickeln sich zu ausgewachsenen Parasiten, die wiederum Eier legen, welche ausgeschieden werden und andere Tiere und Menschen anstecken können. Je nach Alter des Hundes sollte eine Wurmkur daher in regelmäßigen Abständen erfolgen.
In der Regel sollte eine Entwurmung

  • bei Welpen im Alter von 3 bis 8 Wochen in einem Abstand von 2 Wochen,
  • bei Junghunden im Alter von 3 bis 6 Monaten einmal monatlich,
  • bei älteren Tieren je nach Haltung und Wesen des Tieres 2 bis 4 mal im Jahr erfolgen.

Hunde, die zum Fressen und Ablecken von Kot neigen, viel Kontakt zu unterschiedlichen anderen Haustieren haben oder ohne Leine in Wald und Wiese unterwegs sind, sollten öfter, also 4 mal jährlich, entwurmt werden. Stets angeleinte Hunde mit weniger sozialen Kontakten zu anderen Haustieren benötigen hingegen nur 2 mal im Jahr eine Behandlung

Wer sicher gehen möchte und eine Wurmkur für Hunde nicht unnötig machen möchte, kann beim Tierarzt einen möglichen Wurmbefall mittels Kotproben ermitteln lassen. Dazu müssen an mindestens 3 aufeinander folgenden Tagen eine Kotprobe abgegeben werden, die dann im Labor untersucht wird. Jeder noch so kleine Befall kann so im Anschluss mit Sicherheit erkannt und erfolgreich behandelt werden.

Was ist wichtig bei einer Wurmkur beim Hund?

Eine Wurmkur sollte stets in 2 Schritten erfolgen. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Entwurmungsmittel für Hunde auch der gesamte Befall behandelt. Da bei der Erstentwurmung nur die adulten Parasiten abgetötet werden, muss nach 14 Tagen eine zweite Behandlung erfolgen, um auch die heranwachsenden Larven in ihrem Endstadium zu erreichen.

Die modernen Wurmmittel für Hunde sind gut verträglich und werden als Tabletten, Suspensionen oder Pasten sowie als Spot-On-Präparate oder auch als Spritzen verabreicht. Bei Hunden mit Magenproblemen können die Entwurmungspräparate auch mit dem Futter zusammen verabreicht werden, die Wirkung ist jedoch stärker bei einer alleiniger Gabe. 

Die Verabreichung erfolgt gemäß der Beschreibung des jeweiligen Präparates, die jeder Packung beiliegt. Bei Unklarheiten können Sie sich vertrauensvoll an den behandelnden Tierarzt oder das Personal einer Apotheke wenden.

Fazit

Die regelmäßige Wurmkur ist wichtig, um Hunde vor zum Teil schwerwiegenden Erkrankungen schützen zu können. Auch wenn eine Ansteckung bei einem gesunden Menschen meist glimpflich erfolgt und von den meisten Betroffenen gar nicht bemerkt wird, so sollte man als Haustierbesitzer dennoch die gebotene Hygiene einhalten und sich regelmäßig nach dem Kontakt zum Tier die Hände waschen.

Ebenfalls sollte dem Tier schon beizeiten beigebracht werden, das „Küsschengeben“ oder Abschlecken zu unterlassen.
Es kommen unterschiedliche Entwurmungsmittel für den Hund infrage, die Sie in der Kaufempfehlung finden könnenund genau nach Anwendungshinweise des Herstellers verabreicht werden sollten.

Artikel kommentieren

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.Erforderliche Felder sind markiert *

*