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Katzenfutter selber machen – damit die Katze gesund bleibt

Katzenfutter selber machen – damit die Katze gesund bleibt

So können Sie Ihr Katzenfutter selber machen.

Seit geraumer Zeit bilden Menschen und Katzen eine Gemeinschaft, von der beide Seiten profitieren. Schon früh schlossen sich wilde Katzen den Menschen an, die ihr Nomadendasein aufgaben und erste Siedlungen bauten.

Katzen erkannten schnell, dass die Nahrungsreste der Menschen eine willkommene Ergänzung ihres eigenen Speiseplanes waren, die Menschen hingegen begannen die Jagdlust der Katzen zu schätzen. So konnten die Nahrungsvorräte wie z. B. Getreide effektiv vor allzu gefräßigen Mäusen oder Ratten geschützt werden, die ihrerseits die menschlichen Siedlungen als Nahrungsquelle für sich entdeckt hatten.

Weit verbreitet ist die Annahme, dass Hauskatzen zuerst in Ägypten domestiziert wurden, neuere Forschungen ergaben, dass die Katze als Haustier bereits vorher im Gebiet des heutigen Syrien, Iran und Irak bekannt war.

Was schmeckt unseren Hauskatzen?

Die Katze ist im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt zu einem der beliebtesten Haustiere geworden, es gibt sie in vielen verschiedenen Rassen in unterschiedlichen Größen, verschiedenen Farben, diversen Fellvarianten und Wesensarten.

In einem Punkt gleichen sich Katzen jedoch: sie sind Raubtiere, die nicht von Gras bzw. Obst und Gemüse satt werden, sondern Fleisch benötigen. Freigänger unter den Hauskatzen haben die Gelegenheit, sich das ein oder andere Beutetier zu fangen.

In Wohnungen gehaltene Katzen sind darauf angewiesen, von ihrem Menschen abwechslungsreich und ausgewogen ernährt zu werden. Stubentiger sind in der Lage, sauer, bitter, salzig und herzhaft (auch als umami bezeichnet) zu erfassen, der Geschmackssinn für süß fehlt ihnen.

Katzenfutter selber machen – damit die Katze gesund bleibt

Katzenfutter ohne Getreide gehört zur optimalen Ernährung der Katzen

Katzenfutter selbst gemacht – Was benötigt die Katze?

So unterschiedlich wie die verschiedenen Hauskatzen sind, so unterschiedlich sind die Anforderungen an die richtige Ernährung. Handelt es sich bei unserem samtpfötigen Hausgenossen um ein junges oder älteres Tier, wird sie ausschließlich in der Wohnung gehalten oder kann die Umgebung erkundet werden, wie groß bzw. schwer ist sie, ist es eine aktive oder eher eine ruheliebende Katze?

Diese Faktoren sind unbedingt zu beachten, wenn der Mensch seinem Stubentiger das Katzenfutter selber machen möchte.

Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, muss die Katze Futter erhalten, das tierisches Eiweiß, Vitamine, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Fett enthält. In diesen Futterbestandteilen sind genügend Spurenelemente enthalten, die den Organismus einer Hauskatze optimal unterstützen.

Woraus besteht hochwertiges Katzenfutter?

Wenn man Katzenfutter selber machen möchte, muss sich der Mensch darüber im Klaren sein, dass die Katze ausschließlich ein Fleischfresser ist. Daher besteht eine Katzenmahlzeit zum größten Teil aus Fleisch, das vorzugsweise leicht verdaulich ist. So wird die Katze mit lebenswichtigen Nahrungsbestandteilen wie beispielsweise Taurin versorgt.

Optimal ist ein Mix aus Innereien und Muskelfleisch. Unbedingt zu beachten ist, dass eine Mieze im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren nicht in der Lage ist, β-Carotin in Retinol (Vitamin A) umzuwandeln. Aus diesem Grund muss im Katzenfutter regelmäßig Leber enthalten sein, damit dem Organismus der Katze ausreichend Vitamin A zur Verfügung steht.

Katzenfutter selber machen – damit die Katze gesund bleibt

Man muss nicht unbedingt ein Chefkoch sein, um einfache Rezepte für selbstgemachtes Katzenfutter umzusetzen.

Katzenfutter selbst gemacht – Was gehört hinein?

Katzen sind als Raubtiere von der Natur für den Verzehr von Fleisch optimal ausgestattet. Kräftige Kiefernmuskeln und scharfe Zähne sind in der Lage, Beutetiere zu fangen, festzuhalten sowie Fleisch und kleine Knochen zu zerteilen.
Folgendes Fleisch eignet sich zum Katzenfutter selber machen:

  • Hähnchen- bzw. Hühnerfleisch
    (Brustfleisch, Schenkel, Hals, Haut, Knorpel)
  • Rindfleisch
    (z. B. Brustfleisch, Keule, Beinfleisch, Querrippe)
  • Putenfleisch
    (Schenkel, Brustfleisch, Haut, Knorpel, Hals)
  • Kaninchenfleisch
    (Vorder- und Hinterläufe, Rippenfleisch)
  • Fisch
    (auch mit Gräten)
  • Straußen- oder Känguruhfleisch
  • Innereien der aufgezählten Tiere

Während eine Katze die genannten Fleischarten gekocht oder auch roh fressen kann, sollte Schweinefleisch ausschließlich gekocht oder gebraten genutzt werden.

Das verwendete Fleisch muss unbedingt frisch sein, die Regeln der Küchenhygiene (Hände waschen, Fleisch gekühlt lagern, bei Bedarf abdecken etc) müssen bei der Zubereitung von Futter für Katzen selbstverständlich immer beachtet werden.

Katzenfutter selbst gemacht – Was gehört nicht hinein?

Katzen würden in der freien Natur keine Pflanzen fressen, um ihren Nährstoffbedarf zu decken. Als reine Fleischfresser sind sie auf der Jagd nach kleinen Beutetieren, auf dem Speiseplan stehen Mäuse, Vögel, Amphibien, Reptilien und Fische. Sie benötigen für ihren Stoffwechsel keine Kohlenhydrate, fressen jedoch bei Bedarf junges Gras, um damit unverdauliche Nahrungsreste wie Fell auswürgen zu können.

Geringe Mengen Kohlenhydrate in der Nahrung sind für Katzen jedoch auch nicht schädlich, sie werden in der Fertignahrung oft als Füllstoff verwendet. Da Stubentiger den Geschmack süß nicht erkennen können, ist die Zugabe von Zucker im Futter unsinnig.

Katzenfutter selber machen – damit die Katze gesund bleibt

Katzenfutter ohne Zucker herstellen. Pudding, Eis und Süßigkeiten schaden Ihrer Katze mehr als Sie glauben.

Diese Dinge sollten Sie keinesfalls beim Katzenfutter selber machen verwenden:

  • Süßigkeiten
    (Kekse, Kuchen, Schokolade, Pudding)
  • Hülsenfrüchte
    (Erbsen, Bohnen, Linsen)
  • Räucherware
    (geräucherter Fisch, geräuchertes Fleisch)
  • mit Alkohol angereicherte Speisen
    (Soßen, Desserts)
  • gewürzte Speisen
    (z. B. Reste von Grillwürsten oder Grillfleisch)
  • gesalzene Lebensmittel
    (Rohschinken, Salzhering, gepökeltes Fleisch)
  • verdorbene Lebensmittel

Es versteht sich eigentlich von selbst, dass wir unserer Miezekatze keine verdorbenen Lebensmittel zu fressen geben. Trotzdem sei an dieser Stelle extra darauf hingewiesen: unsere Hauskatze ist kein Mülleimer!

Katzenfutter selber machen – damit die Katze gesund bleibt

Katzenfutter kochen, braten, dünsten oder doch lieber roh?

Katzenfutter selbst gemacht – Gekocht oder roh?

Unter Katzenhaltern, die das Futter für Katzen selber machen, gibt es zwei unterschiedliche Auffassungen. Die einen würden nie rohes Fleisch an ihren Stubentiger verfüttern, sondern es immer kochen, dünsten oder braten, die anderen berufen sich auf Mutter Natur und geben ihren Katzen nur rohe Nahrung. Beide Verfahren haben ihre Vorteile.

Werden Fleisch oder Innereien schonend thermisch behandelt, haben eventuell vorher vorhandene Keime keine Chance. Dieses Katzenfutter ist deshalb gerade für Tiere geeignet, die durch eine vorhergehende Erkrankung geschwächt sind und sich auf dem Weg der Besserung befinden. Eine erneute Infektion durch unbedacht gefüttertes rohes Fleisch könnte für die Katzen schlimme Folgen haben.

Katzenfreunde, die Katzenfutter selber machen und dazu rohes Fleisch nutzen, kennen den Begriff Biologisch Artgerechtes Rohes Futter, kurz BARF. Dahinter steckt die These, dass in der Natur kein gekochtes oder gebratenes Fleisch vorkommt und die Ernährung mit rohem Fleisch den natürlichen Fressgewohnheiten von Katzen sehr nahe kommt.

Da eine freilebende Katze ihre Beutetiere bis auf wenige Reste fast vollständig verspeist, wird bei BARF-gefütterten Tieren das Fleisch nicht aufwendig sortiert, sondern alle Bestandteile wie Haut, Muskelfleisch, Knochen, Knorpel etc finden beim Katzenfutter selber machen Verwendung.

Eine Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln (Vitamine, Ballaststoffe, Spurenelemente) ist bei BARF-Ernährung nicht notwendig.

Selber Katzenfutter machen – Wie viel Futter benötigt eine Katze?

Eine freilebende Katze frisst nur dann, wenn sie Hunger hat. Daher kann es vorkommen, dass Mieze vom Jagdtrieb erfasst wird und eine Maus fängt, die nach erfolgreicher Jagd achtlos liegengelassen wird. Samtpfoten mit Freigang sind in der Regel aktive Katzen mit einem erhöhten Nahrungsbedarf.

Alter, Größe und Geschlecht sind Faktoren, die den Futterbedarf einer Katze unmittelbar beeinflussen. Junge Katzen benötigen proteinhaltige Kost, während älteren Stubentigern fettarmes Fleisch gefüttert werden sollte.

Bei einer Katzenmahlzeit wird von 150 – 200 g ausgegangen, in der Hauptsache muss das Futter aus Fleisch bestehen. Die Beigabe von geringen Mengen Reis, Haferflocken, gekochter Möhren oder Kartoffeln ist möglich, aber zur Deckung des Nährstoffbedarfes einer Katze nicht erforderlich.

Beim Katzenfutter selber machen ist darauf zu achten, dass die hergestellte Futtermenge von der Katze bei einer Mahlzeit aufgenommen werden kann. Wenn Futter im Napf stehen bleibt, können sich Keime ansiedeln und möglicherweise Geruchsbelästigungen auftreten.

Dieses Futter wird später kein Stubentiger auch nur eines einzigen Blickes würdigen.

Katzenfutter selber machen – Abschließende Hinweise

Die Gesundheit des samtpfötigen Mitbewohners hängt direkt von seiner Ernährung ab. Der Mensch hat mit seiner Entscheidung für eine Katze als Haustier die Verantwortung für den Stubentiger übernommen.

Durch eine artgerechte abwechslungsreiche Ernährung der Katze werden die Voraussetzungen geschaffen, dass sich die Mieze wohlfühlt, gesund und vital bleibt. Wer Katzenfutter selber machen möchte, muss in jedem Fall einen erhöhten Zeitbedarf einplanen. Schließlich lässt sich eine Dose schneller öffnen als ein Hähnchenbruststück in katzengerechte Stückchen zu schneiden.

Daher ist das Kochen für die Katze für beruflich stark engagierte Katzenliebhaber vielleicht nur am Wochenende möglich. In jedem Fall wird durch die intensive Beschäftigung mit der Ernährung der Katze die Bindung zum Stubentiger erhöht – was ist ein wenig mehr Arbeitsaufwand im Vergleich zu einer zufrieden schnurrenden Katze?

Katzenfreunde kennen die Antwort!

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Ein Kommentar

  1. Karina.G

    Ich hatte in einem Katzenfutter Forumsbeitrag ( von 2007 – 2009) gelesen, dass auch Kräuter wie Basilikum oder Katzenminze im Rezept verarbeitet werden können. Stimmen diese Tipps oder sind das Ernährungstipps von Leuten die ihren veganen Lebensstil auch auf Haustiere übertragen wollen?

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