Startseite » Tiergesundheit » Ratgeber: Pferdegesundheit und KPU
Ratgeber: Pferdegesundheit und KPU

Ratgeber: Pferdegesundheit und KPU

KPU ist die Abkürzung für Kryptopyrrolurie. Bei Pferden tritt diese Krankheit heute gar nicht so selten auf. Durch zu wenig Heubeigaben, schlechte Qualität des Heus, Heulagefütterung, aber ebenso durch andere Krankheitsbilder kann es zu einer andauernden, gestörten Darmflora kommen, so dass die Vierbeiner dann an KPU leiden. Beim Menschen hingegen gibt es diese Erkrankung auch. In diesem Fall handelt es sich um eine genetische Stoffwechselstörung. Vor allem die Bauelemente des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin sind hier von großer Bedeutung.

Was verursacht KPU beim Pferd?

Bei Pferden kommt es dieser Krankheit, wenn die Darmflora defekt ist. Normalerweise ist diese dafür verantwortlich, dass die aktivierten B6 Vitamine bereit zu stellen. Unter anderem kann die übermäßig hohe Fütterung von Heulage dafür sorgen, dass die Darmflora des Vierbeiners nicht mehr richtig arbeiten kann. B6 kann allerdings nur vom tierischen Körper bereitgestellt werden, wenn die Darmflora dieses zur Verfügung stellt.

So handelt es sich hier im Grunde nicht um ein Krankheitsbild, sondern lediglich um eine Störung des Stoffwechsels. Verantwortlich ist bei Pferden in diesem Fall die falsche Fütterung. Hat ein Pferd mit KPU zu kämpfen, leidet dieses ebenfalls an einem Zink-, wie Seelenmangel. Durch zu wenig Zink im tierischen Körper kommt es dann meist zu sekundären Krankheiten, wie Mauke, ein schwaches Abwehrsystem, schlechteres Hufwachstum, sowie zu Allergieanfälligkeit.

Welche Symptome sprechen beim Pferd für eine KPU?

  1. Kotwasser
  2. Depressionen
  3. Entzündungen des Kehlkopfes, sowie Husten
  4. Geschwüre an den Hufen
  5. Bindehautentzündungen
  6. Fehlender Appetit, aber parallel dazu Gewichtszunahmen durch Wassereinlagerungen
  7. Starke Mauke

Wie lässt sich feststellen, ob ein Pferd an KPU leidet?

Durch einen Urintest lässt sich KPU beim Pferd schnell und einfach feststellen. Einen KPU Test bestellen, kann man problemlos im Netz oder aber auch beim Tierarzt kaufen. Anschließend gilt es den Urin in einem Glas aufzufangen, was unter Umständen etwas abenteuerlich werden kann, denn nicht jedes Pferd gibt da so bereitwillig etwas her. Ist der Pferdeurin in einem Glas aufgefangen worden, gilt es diesen danach in das Röhrchen des Tests zu füllen. Diese sollte am besten ganz gefüllt werden. Im Anschluss daran, muss der Test nur noch an ein entsprechendes Labor geschickt werden.

Wichtig vorab, ist außerdem, dass das betroffene Pferd vier Tage bis eine Woche keine zusätzlichen Vitamine, insbesondere B-Vitamine zu sich nimmt, denn diese Beigaben können ansonsten das Resultat verfälschen.

Wie lässt sich KPU beim Pferd heilen?

Ist die Leber des Pferdes durch die Überlastung des Stoffwechsels eingeschränkt und kann demnach nicht mehr richtig arbeiten, so dass der Pferdekörper nur noch teilweise entgiftet wird, zeigt das betroffene Pferd verschiedene Symptome. Es gilt somit die gesunde Darmflora des Tieres wieder herzustellen. Dafür muss meist di Fütterung verändert werden. Da es bislang kein Mittel gibt, um die Darmflora wieder aufzubauen, müssen Mikroorganismen zu verwenden. Das beste probiotische Futter für ein Pferd mit KPU ist in diesem Fall stets Heu, sowie mageres Weidegras. Karotten, Bananen, Äpfel, sowie andere Leckereien hingegen sind erst einmal vom Speiseplan gestrichen und das mindestens für ein halbes Jahr.

Im Grunde, gilt es für die nächste Zeit alles wegzulassen, was zu viele Fette, Proteine, leicht verwertbare Kohlenhydrate, sowie Pektine enthält. Weitaus besser ist es da, dem Tier einen Salzleck-Stein zu Verfügung zu stellen und das Pferd mit Mineralfutter und mit jeder Menge stängeligem Heu zu versorgen.

Fazit: KPU ist eine Stoffwechselstörung, die sowohl beim Pferd, als auch bei einem Menschen auftreten kann. Während dieses Krankheitsbild bei Menschen allerdings genetisch bedingt ist, kommt es bei Pferden häufig durch eine falsche Fütterung zu KPU. Durch spezielles Futter und das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel kann dem betroffenen Pferd aber geholfen werden, denn auf diesem Wege baut sich meist eine gesunde Darmflora wieder auf.

Artikel kommentieren

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.Erforderliche Felder sind markiert *

*