Katzenbaby eingewöhnen – wichtige Tipps & Infos

Der Einzug eines kleinen Kätzchens ist etwas Aufregendes für die ganze Familie. Der Charakter des neuen Mitbewohners ist ausschlaggebend für die Einerziehungsphase. Während manche Kätzchen voller Aufregung die neue Wohnung begutachten, sind andere zögerlich. Hier sind einige wichtige Tipps und Infos, die beachtet werden sollten:

Tipp #1: Geduld lohnt sich

Selbstverständlich gibt es nichts Süßeres als ein kleines Katzenbaby. Für den Charakter der jungen Katze ist wichtig, dass genügend Zeit zur Verfügung steht, um ein Sozialleben aufzubauen. Forscher haben herausgefunden, dass es sich lohnt zu warten, bis die Katze dreizehn Wochen alt ist, bevor sie von ihren Geschwistern und ihrer Mutter getrennt wird.

Tipp #2: Die Katzennase als Teil der Eingewöhnung

Eine neue Umgebung bedeutet neue Gerüche. Schon bevor ein Kätzchen umzieht, kann daran gearbeitet werden, dass es den Geruch des neuen zu Hauses kennen lernt. Dafür bietet es sich an, dem Züchter beispielsweise ein getragenes T-Shirt zu geben, an dem das junge Tier riechen kann.

Sobald es so weit ist, sollten Duftproben aus der alten Umgebung in die Neue gebracht werden. Dafür reicht ein Tuch aus, mit dem die Mutter und die Geschwister des Kätzchens herumgespielt haben.

Tipp#3: Bekanntes Futter und Katzenstreu hilft

Möglichst viele bekannte Faktoren im neuen Heim unterzubringen, erleichtern den Umzug eines Tiers. Am besten ist es, sich über das Lieblingsfutter, das Katzenstreu und Lieblingsspielzeug des Jungtiers zu informieren. Achtung: Wenn beispielsweise ein anderes Katzenstreu verwendet werden soll, sollte dieses nur langsam ausgetauscht werden.

Tipp #4: Eine sanfte Ankunft vorbereiten

Der Einzug eines neuen Familienmitglieds
 ist aufregend. Dennoch muss Geduld ausgeübt werden. Am besten wird der jungen Katze beim Einzug ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Es sollte sich dabei nicht um einen Durchgangsraum handeln, um alles so stressfrei wie möglich zu gestalten. Wichtig ist, dass alles, was eine Katze braucht vorhanden ist. Dazu zählen ein Katzenklo, ein gemütlicher Platz zum Liegen und natürlich ein Trinknapf sowie ein Futternapf. Wie Sie Ihre Katze stubenrein bekommen und an das Katzenklo gewöhnen, erfahren Sie hier.
Die Tür des Raumes sollte offenbleiben und kann mit einem Welpenzaun gesichert werden. So haben neugierige Kätzchen die Möglichkeit die Umgebung von ihrem Zimmer zu beobachten.

Wenn alles vorbereitet ist, kann es endlich losgehen. Die Transportbox kann in den vorbereiteten Raum gestellt werden. Um möglichst wenig Stress zu verbreiten, sollte die Katze nicht aus dem Korb genommen werden. Sie sollte dann hinausgehen, wenn sie dafür bereit ist. Auch, wenn dies nervenzerreißende Stunden sein können.

Falls das Kätzchen selbst nach Stunden noch in der Transportbox hockt, darf etwas nachgeholfen werden. Am besten mit einem interessanten Spielzeug oder einem leckeren Snack.

Tipp #5: Die neue Umgebung kennen lernen

Sobald das Kätzchen das Zimmer erkundet hat und neugierig wirkt, stehen die anderen Räume auf dem Programm. Am besten wird Zimmer für Zimmer erkundet. Das bedeutet, dass Kätzchen betritt einen fremden Raum, schaut sich dort in aller Ruhe um und erkundet ihn. Danach geht es zurück in das Eingewöhnungszimmer. Danach in ein weiteres Zimmer und so weiter.

Mit dieser Technik kann sich der kuschelige Vierfüßer langsam an alles gewöhnen. Wenn das Kätzchen schon so weit ist und Kontakt zu seinen menschlichen Mitbewohnern sucht, kann es selbstverständlich gestreichelt oder gar getragen werden. Introvertierte Katzen, die noch scheu wirken, sollten hingegen mehr Zeit bekommen, damit sie sich an ihre Zweibeiner gewöhnen. Der Charakter ist hier entscheidend.

Tipp #6: Eine weitere Katze ist im Spiel

Ähnlich wie auch bei Kätzchen und Mensch, muss erst einmal ein neuer Geruch kennen gelernt werden. Dazu sollte das Kätzchen ähnlich wie mit dem T-Shirt seiner zukünftigen menschlichen Mitbewohner einem Geruch der weiteren Katze ausgesetzt werden. Natürlich gilt dies auch andersherum. Die Katze sollte sich schon vor der Ankunft des Kätzchens langsam an dessen Geruch gewöhnen können.

Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass das Eingewöhnungszimmer des Kätzchens nicht der Raum ist, an dem sich die andere Katze am meisten aufhält. Sie sollten sich zu Beginn nur durch den Türspalt oder den Welpenzaun beschnuppern können. Um einen positiven Bund zu stärken lohnt es, die Futterzeiten anzupassen. Dazu werden die Näpfe beider Katzen gefüllt und auf die jeweilige Seite des Welpenzauns beziehungsweise der Tür gestellt. Das Essen, das etwas Positives im Kopf der Katzen ist, wird somit mit dem Geruch der jeweils anderen verbunden.

Bei der ersten Begegnung gilt gut aufzupassen. Der Raum sollte erst einmal nicht verlassen werden, damit notfalls eingegriffen werden kann. Dennoch gilt, dass Kätzchen, die bereits ein Sozialleben mit anderen Vierbeinern kennenlernen konnten, wie mit ihren Geschwistern, Körpersprachen gut deuten können.

Ein neues Kätzchen im Haus zu haben ist eine wunderbare Sache. Die ältere Katze sollte dennoch weiterhin genügend Zuneigung erhalten, damit keine Eifersucht herrscht.

Es ist eine sehr aufregende Zeit für Zweibeiner und Vierbeiner, wenn sie zusammenziehen. Jeder muss sich an die neue Situation gewöhnen. Mit etwas Geduld baut sich das Vertrauen auf. Der Charakter des Kätzchens ist dabei ausschlaggebend, wie lange die Eingewöhnung dauert. Wer sich an die sechs Tipps & Infos hält, sollte seinem kuscheligen Kollegen die Ankunft an einem fremden Ort jedoch deutlich angenehmer gestalten.

Jetzt bewerten post

⇓ Weiterscrollen zum nächsten Beitrag ⇓


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"