Zecken bei Katzen – Was Sie jetzt unbedingt wissen sollten
Zecken sind für Freigängerkatzen eine ständige Gefahr. Sie warten im Gras oder Gebüsch auf einen Wirt, beißen sich fest und saugen Blut. Neben Juckreiz drohen auch Infektionen. Eine regelmäßige Kontrolle sowie schnelles Entfernen schützen Ihre Katze wirksam vor Problemen.

Das Wichtigste in Kürze zu Zecken bei Katzen
- Zecken lauern im Gras oder Gebüsch, erkennen Körperwärme und lassen sich gezielt auf Tiere fallen.
- Sie beißen sich an gut durchbluteten Stellen fest, meist an Brust, Hals oder Kopf.
- Durch ihren Speichel kann es zu Juckreiz und Kratzen kommen, was erste Hinweise auf Zecken sein kann.
- Mit einer Zeckenzange lassen sie sich einfach entfernen, ohne den Körper zu zerquetschen.
- Zeckenschutzmittel helfen vorbeugend, indem sie Zecken abwehren oder frühzeitig abtöten.
Wie entfernt man eine Zecke bei einer Katze richtig?
Eine Zecke wird bei Katzen am besten mit einer speziellen Zeckenzange entfernt. Die Zange sollte möglichst nah an der Haut greifen. Dann wird die Zecke gerade und gleichmäßig herausgezogen, ohne sie zu verdrehen oder zu quetschen. So vermeidet man, dass Teile der Zecke in der Haut zurückbleiben und Entzündungen verursachen. Anschließend sollte die Zecke sicher getötet und bei Bedarf dem Tierarzt gezeigt werden.
Zecken befinden sich oft im Gras oder in Büschen. Sie krabbeln auf die Halme und Zweige und warten, bis ein Tier oder ein Mensch vorbeikommt. Sie erkennen Lebewesen, weil diese Körperwärme ausstrahlen. Wenn die Zecke eine Katze oder ein anderes Tier bemerkt, lässt sie sich fallen und klammert sich daraufhin an der Katze fest.
Anschließend krabbelt die Zecke oft durch das Fell und sucht eine geeignete Stelle auf der Haut der Katze. Zecken saugen Blut, um sich davon zu ernähren. Aus diesem Grund beißen sie sich am liebsten an Körperstellen fest, die besonders gut durchblutet sind. Das ist zum Beispiel auf der Brust und am Kopf der Fall.
Dann benutzt die Zecke ihre Mundwerkzeuge, die sich an ihrem kleinen Kopf befinden. Zu den Mundwerkzeugen gehört auch ein Rüssel. Die Zecke fährt diesen Rüssel aus und sticht damit durch die Haut der Katze. Daraufhin beginnt die Zecke, Blut zu saugen. Je mehr Blut die Zecke saugt, desto größer wird sie. Irgendwann ist die Zecke voll und satt. Daraufhin zieht sie ihren Rüssel wieder ein und fällt einfach von der Katze ab.
Es gibt auch Zecken, die nicht im Gras lauern, sondern umherlaufen. Beim Wandern suchen sie in Tier, an dem sie nach oben klettern können. Katzen bekommen Zecken also vor allem draußen. Nur selten werden die Zecken in die Wohnung getragen. Eine Katze bekommt deshalb eher Zecken, wenn sie viel draußen unterwegs ist.
Wie können Zecken bei Katzen bekämpft werden?
Die Zecke spritzt Speichel in die Wunde, damit das Katzenblut nicht gerinnt und den Einstich verschließt. Im Speichel sind Stoffe enthalten, die Juckreiz auslösen können. Deshalb kratzen sich Katzen häufig an der Stelle, wo die Zecke sitzt. Das Kratzen kann deshalb ein Hinweis auf eine Zecke sein.
Katzen sollten regelmäßig auf Zecken untersucht werden – zum Beispiel abends oder morgens. Wenn es draußen warm ist, ist die Zecken-Kontrolle besonders wichtig.
Sobald eine Zecke an der Katze gefunden wurde, sollte die Zecke entfernt werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten ist es, die Zecke mit einer speziellen Zeckenzange zu entfernen. Die Zange sollte möglichst nah an der Haut der Katze greifen. Die Katze sollte dabei möglichst still halten. Beim vorsichtigen Herausziehen sollte die Zange gerade und gleichmäßig an der Zecke ziehen, damit die Zecke nicht zerreißt. Beim Zerreißen können Mundwerkzeuge in der Katzenhaut stecken bleiben und Krankheiten übertragen.
Wenn die Zecke entfernt wurde, sollte sie getötet werden. Das geht zum Beispiel im Gefrierfach. Die Zecke darf nicht mit der Zange zerquetscht werden, solange die Zecke noch an der Katze hängt! Falls sich der Zeckenbiss entzündet oder die Katze krank wird, kann die gefrorene Zecke dem Tierarzt gezeigt werden.
Zeckenschutz-Mittel für Katzen können dafür Sorgen, dass auch Larven absterben oder die Zecken früher loslassen. Dazu gibt es verschiedene Mittel.
Welche Krankheiten können Zecken bei Katzen übertragen?
Auch wenn es seltener vorkommt als bei Hunden oder Menschen, können Zecken bei Katzen Krankheiten übertragen. Besonders relevant sind dabei Anaplasmose, Babesiose und selten Borreliose. Diese Krankheiten verlaufen oft unspezifisch und können sich durch Fieber, Appetitlosigkeit oder Mattigkeit äußern. Wichtig ist, dass Halter solche Symptome nach einem Zeckenbiss ernst nehmen. Eine rechtzeitige Diagnose beim Tierarzt erhöht die Heilungschancen deutlich. Um das Risiko zu minimieren, ist die frühzeitige Entfernung der Zecke essenziell. Auch präventive Schutzmaßnahmen wie Spot-on-Präparate oder Zeckenhalsbänder können sinnvoll sein.
Welche Zeckenschutzmittel gibt es für Katzen?
Im Fachhandel und bei Tierärzten gibt es unterschiedliche Mittel zur Zeckenabwehr. Besonders häufig werden Spot-on-Präparate verwendet, die zwischen die Schulterblätter aufgetragen werden. Sie wirken repellierend oder töten die Zecke frühzeitig ab. Zeckenhalsbänder bieten einen langanhaltenden Schutz, sind aber nicht für jede Katze geeignet. Auch Tabletten gibt es inzwischen, allerdings meist nur auf Rezept. Bei natürlichen Mitteln wie Kokosöl ist die Wirksamkeit wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Wichtig: Produkte für Hunde dürfen keinesfalls bei Katzen angewendet werden – viele enthalten Wirkstoffe, die für Katzen giftig sind. Eine tierärztliche Beratung hilft, das passende Mittel auszuwählen.
Was tun, wenn sich die Bissstelle entzündet?
Nach dem Entfernen einer Zecke kann es zu Reizungen oder Entzündungen an der Haut kommen. Wenn die Stelle gerötet ist, nässt oder anschwillt, sollte sie zunächst mit einem milden Antiseptikum gereinigt werden. Keinesfalls sollten Halter Salben oder Cremes ohne tierärztlichen Rat auftragen. Hält die Reaktion länger als zwei Tage an oder verschlimmert sich, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam. In einigen Fällen kann ein zurückgebliebener Zeckenkopf die Ursache sein, der chirurgisch entfernt werden muss. Auch eine bakterielle Infektion ist möglich und sollte professionell abgeklärt werden. Je früher die Entzündung behandelt wird, desto geringer ist das Risiko für Komplikationen.
Wann ist die Zeckensaison besonders aktiv?
Zecken sind vor allem zwischen März und Oktober aktiv – bei milden Wintern sogar ganzjährig. Besonders hoch ist das Risiko bei Temperaturen über 7 °C und feuchtem Wetter. In diesen Monaten sollten Katzenhalter ihre Tiere täglich auf Zecken untersuchen. Freigängerkatzen sind dabei besonders gefährdet. Auch bei Spaziergängen in hohem Gras oder im Wald steigt das Risiko. Wer seine Katze schützt und regelmäßig kontrolliert, kann das Infektionsrisiko stark senken. Die Zeckenzeit ist ein guter Anlass, Schutzmittel konsequent anzuwenden.
Fazit
Zecken kommen vor allem von draußen, wenn die Katze in Gras und Gebüsch unterwegs ist. Da der Zeckenbiss oft juckt, kann häufiges Kratzen auf Zecken im Fell hindeuten. Zecken lassen sich in der Regel einfach mit einer Zeckenzange entfernen.
Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen. Das geschieht allerdings selten. Allerdings ist die Zecke für die Katze unangenehm und sollte möglichst rasch entfernt werden. Deshalb sind regelmäßige Fellkontrollen wichtig, um die Zecken zu finden. Ein Zeckenschutz-Mittel für Katzen kann ebenfalls helfen, Zecken zu bekämpfen.