Wie genau sollte ein Igelhaus aussehen

Wie leben Igel?

Igel sind nachtaktiv und schlafen tagsüber. Die Igelsaison verlangt den stacheligen Räubern einiges ab. Von Mai bis August möchten Igel ausgeruht für Ihre Paarungszeit sein. Neben der Partnersuche müssen Igel viel Energie für die Paarung selbst aufwenden. Sie kann mehrere Stunden andauern und ist besonders für das Männchen körperlich anspruchsvoll.

Igel müssen heutzutage aufgrund des geringeren Nahrungsangebotes größere Strecken als früher auf der Jagd zurück legen. Muttertiere haben zusätzlich ihre Jungen zu säugen. Flügge gewordene Igel benötigen viel Energie für ihr Wachstum. Männchen müssen Ihre unfreiwillige Diät aufgrund des Igelkarussells auffüllen. Nicht zuletzt benötigen alle Igel im Herbst eine Extraportion Futter um sich Winterreserven anzufressen. Denn wenn sich die Bodentemperaturen nachts dauerhaft um den Gefrierpunkt bewegen, ist es Zeit für den Winterschlaf.

Warum überhaupt ein Igelhaus?

In gepflegten Gärten finden Igel selten einen Ort an dem sie sich tagsüber geschützt aufhalten können. Dies ist jedoch entscheidend, um nachts bei der Futtersuche erfolgreich zu sein. Auch die Unterschlüpfe für den Winterschlaf werden immer weniger. Doch es gibt einige Möglichkeiten, um den Igeln in modernen Gärten zu helfen.

Um Igeln z.B. gefahrloses Trinken zu ermöglichen, legen Sie eine Ausstiegshilfe in Ihren Gartenteich. So kommen durstige Igel sicher wieder an Land und benötigen keine Rettung, wie dieser Igel im Rhein. Sie brauchen auch nicht den halben Garten verwildern zu lassen und

Reisig meterhoch auftürmen. Stellen Sie als Kompromiss ein Igelhaus auf. Sie können es selbst bauen, oder unsere Igelhäuser durchstöbern. Es sollte an einem ruhigen vor Sonne und Nässe geschützten Ort stehen. Hochwertige Schutzhäuschen erfreuen nicht nur den Igel, sondern sind auch etwas für Gärtners Auge.

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5 Merkmale eines perfekten Igelhauses

  • Sicherheit: Dachs, Katzen, Marder und Co. können die Igel in ihrer Ruhe stören oder sie bedrohen. Ein schmaler Zugang von 10 x 10 cm zum Igelhaus schützt den Igel vor ungebetenen Spielgefährten. Dieser kann als knapp 30 cm langes Vorhaus oder als Gang im Inneren des Igelhauses gestaltet werden.
  • Rattenschutz: Igelhäuser können nicht nur als Unterschlupf sondern auch als Futterplatz bereitgestellt werden. Hierfür sollten sie mit einer Rattenklappe ausgestattet sein. Diese hält auch Mäuse fern.
  • Material: Ein stabiles Häuschen besteht aus 1,5 bis 2 cm starken Holzbrettern. Damit es witterungsbeständig ist, sollte es mit Leinöl oder Lasur imprägniert werden. Eine wasserdichte Eindeckung z. B. mit Bitumenschindeln oder Schiefer hält den Igel trocken.
  • Größe: Igel mögen es nicht zu beengt. Zuzüglich Dachüberstand sollte das Haus mindestens 30 x 40 cm groß und 30 cm hoch sein. So hat auch die Einrichtung genügend Platz und der Igel fühlt sich wohl. Für Familienstuben sollte die Länge auf 80 cm verdoppelt werden.
  • Einrichtung: Befüllen Sie das Igelhaus mit losem trockenen Laub oder Heu und Reisig. Das dämmt und ist natürlicher. Ästchen und Laub im Umfeld bieten dem Igel die Möglichkeit sein Heim zu komplettieren.
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Marvin Rüttger

Hundeprofi und Katzenliebhaber in einer Person, geht das? Marvin Rüttger ist aufgewachsen auf einen Bauernhof mit klassischer Tierpopulation von Katze bis Pferd. Sein Wissen über Tiere erhielt er gesammelt über Generationen seiner Familie und gibt es jetzt online in diesem Blog weiter.
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