Hundefutter – Von der Fütterung zur gesunden Ernährung

Die Zeiten, als Hunde vorwiegend mit gekochten Nudeln und Reis sowie mit Tischresten gefüttert wurden, gehören zum Glück der Vergangenheit an. Die moderne Hundeernährung verfolgt heute nicht nur das herkömmliche Ernährungskonzept, sondern bietet prophylaktische und unter bestimmten Umständen sogar heilende und gesundheitsfördernde Aspekte. Rund um das Hundefutter gibt es zahlreiche Mythen und oft werden eigene Wünsche sowie Vorlieben auf das Tier projiziert.

Die Hundeernährung ist ein Puzzle

Jeder verantwortungsvolle Hundehalter möchte seinen Vierbeiner vollwertig sowie gesund ernähren und für den Hund hat die Ernährung eine hohe emotionale Bedeutung. Das Futter im selben Napf, zur selben Zeit am gleichen Ort hat auf den Vierbeiner eine stabilisierende Wirkung und ist wichtig für sein psychisches Gleichgewicht. Die meisten Hunde sind nicht besonders wählerisch und stürzen sich auf das Futter. Es liegt am Hundebesitzer, für eine gesunde Ernährung und viel Abwechslung zu sorgen.

Hochwertiges Hundefutter besteht aus rund 15 Teilen, die sich wie ein Puzzle ineinanderfügen. Jeder einzelne Nährstoff ist für ein gesundes Hundeleben wichtig. Diese einzelnen Komponenten ergeben zusammen ein hochwertiges Futter, denn für eine ausgewogene Ernährung sind Fette, Proteine, Ballaststoffe, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine erforderlich. Klingt kompliziert und ist es auch. Hundebesitzer müssen aber dennoch keine Lebensmittelexperten oder Chemiker sein. Wer sich für qualitativ hochwertiges Nassfutter entscheidet, versorgt seinen Hund mit diesen wichtigen Nährstoffen.

Mehr Volumen, weniger Kalorien

Nassfutter hat im Vergleich zu Trockenfutter einen großen Vorteil. Pro Volumeneinheit hat es nur ein Viertel so viele Kalorien wie die gleiche Menge an Trockenfutter. Das können sich Hundehalter bei Hunden zunutze machen, die zu Übergewicht neigen, bereits zu viele Kilos auf die Waage bringen oder aufgrund ihres Alters sich weniger bewegen. Mithilfe des Nassfutters können somit jene Mengen an Futter gefüttert werden, die den Hund satt machen, aber eine geringere Kaloriendichte haben. Nassfutter gibt es in vielen Geschmacksrichtungen und diese sorgen für Abwechslung im Futternapf.

Viele Hundebesitzer stellen sich die Frage, ob und wie oft sie ihren Vierbeinern eine andere Geschmacksrichtung anbieten sollen. Es wird empfohlen, in regelmäßigen Abständen ein neues Nassfutter zu füttern. Erstens möchten wir Menschen auch nicht jeden Tag Hühnerfleisch essen und zweitens sollten Hunde nicht nur eine bestimmte Geschmacksrichtung bevorzugen. Muss beispielsweise auf ein anderes Nassfutter umgestellt werden, etwa bei Nierenerkrankungen oder Diabetes, fällt die Umstellung nicht so schwer. Es gibt außerdem viele Hunde, die ein neophiles Verhalten zeigen. Das bedeutet, sie haben eine große Vorliebe für Neues.

Das Beste für den Hund

Geschmacklich steht das Nassfutter bei den meisten Hunden ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala. Im Idealfall wird die Tagesration auf zwei Mahlzeiten aufgeteilt. Wie der Name bereits vermuten lässt, enthält das Futter einen hohen Feuchtigkeitsanteil. Es ist im Vergleich zu Trockenfutter leichter verdaulich und vor allem kleine Hunderassen sind Nassfutter-Fans.

Aufgrund der Anatomie ihres Gebisses ist es für sie einfacher, weiche Stücke aufzunehmen. Das gilt übrigens auch für Tiere mit altersbedingten Zahnproblemen. Nassfutter wird in kleinen Dosen, Schälchen oder Beuteln angeboten und deshalb ist es für den Hundebesitzer ökologischer und einfacher, sich einen abwechslungsreichen Vorrat zuzulegen. Sollte der Vierbeiner eine Geschmacksrichtung überhaupt nicht akzeptieren, müssen im Sinne der Nachhaltigkeit keine großen Mengen an Futter entsorgt werden.

Fleisch allein ist keine ausgewogene Ernährung

Die gesunde, ausgewogene Ernährung eines Hundes hängt nicht nur von der Verwendung oder dem Weglassen bestimmter Zutaten, wie beispielsweise Getreide, ab. Wichtig ist das Know-how derjenigen, die das Rezept des Futters zusammenstellen. Superfoods und Ernährungstrends von uns Menschen sind nicht zu 100 Prozent auf den Vierbeiner übertragbar. Bei Unsicherheiten bezüglich der Ernährung stehen dem Hundehalter der Beratungsdienst der Futtermittelhersteller sowie die Tierärzte beratend zur Seite.

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Marvin Rüttger

Hundeprofi und Katzenliebhaber in einer Person, geht das? Marvin Rüttger ist aufgewachsen auf einen Bauernhof mit klassischer Tierpopulation von Katze bis Pferd. Sein Wissen über Tiere erhielt er gesammelt über Generationen seiner Familie und gibt es jetzt online in diesem Blog weiter.
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