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Gesundheitstipps für Pferde im Leistungssport

Gesundheitstipps für Pferde im Leistungssport

Gesunde Pferde im Allgemeinen verfügen über klare, wache, große und lebhafte Augen. Die Schleimhäute um die Augen herum, sowie die im Maul sind zudem gleichmäßig rosa. Sind diese hingegen eher rot weisen sie auf eine Entzündung hin. Weiße Schleimhäute dagegen sprechen für eine Kreislaufschwäche, während gelbe auf eine Lebererkrankung hindeuten können. Zeigt das Pferd dunkelrote Schleimhäute kann dies mit einem Sauerstoffmangel in Zusammenhang stehen.

Auch das Fell eines Pferdes zeigt zudem, wie es dem Vierbeiner geht. Liegt dass Fell flach an und glänzt schön, spricht dies für eine gute Gesundheit des Tieres. Struppiges, wie trocknes Fell dagegen deutet nicht selten auf einen Wurmbefall oder eine schlechte Fütterung hin. Die Beine des Vierbeiners sollten dagegen immer kühl und klar sein. Dicke Beinen können demnach ein Zeichen für Verstauchungen, schlechte Blutzirkulation, Entzündungen, sowie andere Erkrankungen sein. Nicht selten leiden Springpferde unter dicken Beinen, da sie sich, beispielsweise, vertreten haben.

Eine Stallapotheke sollte jeder Pferdebesitzer haben

Mit einer sogenannten Stallapotheke ist man in der Regel gut ausgestattet, um kleinere Verletzungen zu behandeln bzw. um bei größeren Blessuren Erste Hilfe zu leisten.

So könnte der Inhalt einer solchen Stallapotheke aussehen:

  • Elastische Binden
  • Selbsthaftende Binden
  • Mullbinden
  • Verbandswatte
  • Desinfektions- und Aluspray für kleinere Wunden
  • Antiseptische Salbe um Wunden zu reinigen
  • Entzündungshemmende, antibakterielle Lösung Umschläge um entzündliche Schwellungen zu kühlen
  • Sterile Wundauflagen
  • Bandagen
  • Klebeband
  • Fieberthermometer
  • Nasenbremse
  • Schere

Behandlung von Schwellungen und Prellungen beim Pferd

Eine Prellung ist schnell geschehen und nicht nur Springpferde im Leistungssport sind betroffen: Bei einem kräftigen Tritt gegen die Wand der Box, vom Schlag eines anderen Pferdehufs oder auch beim Festlegen. Gerade das Schnelle Kühlen einer solchen Prellung kann hier enorm hilfreich sein. So kann die betroffene Stelle, beispielsweise, mit kalten Wasser abgespritzt werden oder aber man legt Eis auf diese. Anschließend gilt es das Ganze ein zu bandagieren, wenn es sich um Gliedmaßen handelt.

Behandlung bei Einschuss

Kommt es zu einer plötzlich auftretenden Entzündung des Unterbindehautgewebes sprechen Experten von einem Einschuss. So kommt es hier zu einer sehr schmerzhaften, wie druckempfindlichen Schwellung der Gliedmaßen. Verantwortlich sind in diesem Fall Bakterien, die bereits über winzig kleine Hautverletzungen eine solche Entzündung auslösen können.

Erste Hilfe kann hier in Form eines Aufgussverbands mit einer antibakteriellen, entzündungshemmenden Lösung vorgenommen werden. So gilt es die Verbandswatte gr0ßflächig auf die Wunde zu legen und anschließend die Lösung von oben in den Verband zu kippen. Anschließend gilt es einen Tierarzt aufzusuchen, da hier oftmals die Einnahme von Antibiotika erforderlich ist.

Behandlung einer Kolik

Spricht ein Experte von einer Kolik kann dies verschiedene Krankheiten im Verdauungstrakt des Pferdes bezeichnen. Oftmals sind betroffene Vierbeiner dann sehr unruhig, scharren mit den Vorderfüßen, möchten sich hinlegen, wie wälzen und schwitzen stark. Eine Kolik kann zahlreiche Ursachen, wie Überanstrengung, Futterwechsel, Wetterumschwung und Co haben. Da diese Erkrankung mit dem Tod des Tieres enden kann, gilt es immer sofort den Tierarzt zu rufen.

Behandlung von blutenden Wunden

In der Regel verblutet ein Pferd nicht so schnell. Bis zu zehn Liter kann ein solches Tier problemlos verkraften. Zudem ist es meist mit wenigen Handgriffen möglich eine solche zu stoppen. Oftmals benötigt man dafür einiges an Druck, so dass es eine Wundauflage auf die Wunde zu legen gilt und das Ganze mit einem Verband zu festigen. Nur in lebensbedrohlichen Situationen ist es hingegen erforderlich ein Abbinden vorzunehmen. In diesem Fall gilt es dann oberhalb der Wunde eine Mullbinde oder einen Stauschlauch anzusetzen. Alle 15 Minuten muss diese Vorrichtung dann gelockert werden, denn ansonsten kann das Gewebe absterben.

Fazit: Egal, ob es sich um ein Pferd im Leistungssport handelt oder aber um das heißgeliebte Pflegepferd – Nicht selten haben diese Vierbeiner mit denselben Blessuren, wie Erkrankungen zu kämpfen. In vielen Fällen ist es möglich kleinere Verletzungen selbst zu behandeln bzw. Erste Hilfe zu leisten bis Hilfe vom Tierarzt naht.

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