Epilepsie bei Katzen – Symptome und Behandlung

Erfahren Sie mehr über die Symptome, Behandlung und die Lebenserwartung von Epilepsie bei Katzen. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Katze unterstützen können und welche Schritte Sie ergreifen sollten, wenn Ihre Katze Anfälle hat.

Epilepsie bei Katzen – Symptome und Behandlung
Epilepsie bei Katzen – Symptome und Behandlung

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die bei Katzen durch Anfälle gekennzeichnet ist. Die Ursachen der Erkrankung können vielfältig sein. Sie reichen von genetischen Faktoren bis hin zu Verletzungen oder Tumoren im Gehirn.

Die Symptome eines epileptischen Anfalls bei einer Katze können unter anderem Zittern, Muskelkrämpfe, Bewusstlosigkeit und unkontrollierte Bewegungen sein. Wenn eine Katze Anfälle hat, sollten Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen, um eine genaue Diagnose und Therapie zu erhalten.

Die Behandlung von Epilepsie bei Katzen kann medikamentös oder/und durch Veränderungen im Alltag des Tieres erfolgen. Antikonvulsiva Medikamente wie Phenobarbital (Luminal bzw. Luminaletten) oder Levetiracetam kann man verabreichen, um die Anfälle zu reduzieren oder zu verhindern. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass jede Katze anders auf Medikamente reagieren kann. Eventuell braucht man mehrere Anpassungen der Dosierung und Medikamente, bis die optimale Behandlung gefunden ist.

Wie äußert sich die Epilepsie bei Katzen?

Epilepsie bei Katzen kann sich durch verschiedene Anzeichen und Symptome äußern, einschließlich:

  • Plötzliche Veränderungen des Verhaltens: Die Katze kann plötzlich starr werden, ihre Pupillen können sich weiten und sie kann zu fauchen beginnen. Sie läuft
    mehrmals im Kreis, schnauft und sondert sehr viel Speichel ab.
  • Anfälle: Während eines Anfalls kann die Katze zucken und sich verkrampfen, ihre Beine können zittern und ihr Kopf dreht hin und her. Sie kann auch Speichel absondern und Harn oder Kot absetzen.
  • Aggressives Verhalten: In seltenen Fällen kann die Katze während eines Anfalls aggressiv werden.
  • Benommenheit: Nach einem Anfall kann die Katze benommen oder erschöpft sein.

Veränderung des Alltags kann der Katze helfen, um epileptische Anfälle zu reduzieren

In manchen Fällen kann die Veränderung des Alltags der Katze auch helfen, die Anfälle zu reduzieren. Dazu können gehören:

  • Vermeiden von Stresssituationen
  • Regelmäßige Bewegung und Spiel
  • Eine ausgewogene Ernährung
  • Ein ruhiges und sicheres Umfeld

Es ist wichtig zu beachten, dass Epilepsie eine chronische Erkrankung ist und das Leben der betroffenen Katze beeinträchtigen kann. Regelmäßige Tierarztbesuche und engmaschige Überwachung der Gesundheit des Tieres sind daher wichtig, um die Behandlung anzupassen und das Wohlbefinden der Katze zu maximieren.

Welche Dosierung von Luminal bei einer Katze

Die Dosierung von Luminal (Phenobarbital) bei einer Katze sollte von einem Tierarzt individuell festgelegt werden. Basierend auf dem Zustand der Katze und dem Schweregrad der Epilepsie. Generell empfiehlt die Merck Veterinary Manual eine Dosierung von 1-4 mg/kg Körpergewicht pro Tag, die in ein- oder zweimal täglich verabreicht werden kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass es einige Zeit dauern kann, bis die optimale Dosierung gefunden wird. Die Dosierung muss möglicherweise angepasst werden, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Außerdem sind unerwünschte Nebenwirkungen zu minimieren.

Es ist auch wichtig, dass die Katze regelmäßig untersucht wird, um sicherzustellen, dass das Medikament gut vertragen wird und keine unerwünschten Wirkungen hat.

Welche Nebenwirkungen hat Luminal bei Katzen?

Luminal (auch bekannt als Phenobarbital) ist ein Medikament, das zur Behandlung von Epilepsie bei Katzen verwendet wird. Wie bei jedem Medikament kann es jedoch Nebenwirkungen verursachen.

Einige mögliche Nebenwirkungen von Luminal bei Katzen sind:

  • Schläfrigkeit oder Lethargie
  • Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust
  • Veränderungen im Stuhlgang (Verstopfung oder Durchfall)
  • Leber- oder Nierenprobleme
  • Veränderungen im Blutbild
  • Veränderungen im Verhalten (wie Aggressivität oder Unruhe)

Wie ist die Lebenserwartung einer Katze mit Epilepsie?

Die Lebenserwartung von Katzen mit Epilepsie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einschließlich der Art und dem Schweregrad der Erkrankung, dem Alter der Katze bei Diagnose, sowie der Wirksamkeit der Behandlung.

Im Allgemeinen haben Katzen mit Epilepsie eine gute Prognose. Insbesondere wenn die Erkrankung frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird. Mit der richtigen medikamentösen Therapie und Pflege können viele Katzen eine gute Lebensqualität und eine normale Lebenserwartung haben.

Es gibt jedoch Fälle, in denen die Epilepsie schwerwiegend ist und die Lebenserwartung beeinträchtigt. Wenn die Epilepsie nicht kontrolliert werden kann, oder wenn es Komplikationen wie Hirntumoren oder Schäden am Gehirn gibt, kann die Lebenserwartung beeinträchtigt werden.

Es ist wichtig, dass die betroffene Katze regelmäßig von einem Tierarzt untersucht wird, um die Behandlung anzupassen und das Wohlbefinden des Tieres zu maximieren.

Wie kann ich der Katze helfen?

Es gibt einige Schritte, die Sie als Halter einer Katze mit Epilepsie unternehmen können, um Ihrem Tier zu helfen:

Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Tierarztes: Es ist wichtig, dass Sie die Anweisungen Ihres Tierarztes in Bezug auf die Medikamente und Dosierungen genau befolgen. Es ist auch wichtig, dass Sie regelmäßig mit Ihrem Tierarzt über die Gesundheit Ihrer Katze sprechen. Nämlich um die Behandlung anzupassen und sicherzustellen, dass es gut verträgt.

Schaffen Sie eine stressfreie Umgebung. Stress kann Anfälle auslösen. Daher ist es wichtig, dass Sie eine stressfreie Umgebung für Ihre Katze schaffen. Vermeiden Sie Lärm, unerwartete Besucher und andere mögliche Auslöser.

Geben Sie Ihrer Katze regelmäßige Bewegung. Regelmäßige Bewegung und Spiel kann helfen, die Muskeln zu stärken und das Wohlbefinden zu verbessern.

Ernähren Sie Ihre Katze ausgewogen. Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, die Gesundheit Ihrer Katze insgesamt zu verbessern und die Anfälle zu verringern.

Beobachten Sie Ihre Katze. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Katze regelmäßig beobachten, um Anzeichen von Anfällen oder anderen gesundheitlichen Problemen frühzeitig zu erkennen.

Seien Sie geduldig. Es kann einige Zeit dauern, die optimale Behandlung für Ihre Katze zu finden. Haben Sie Geduld und arbeiten Sie eng mit Ihrem Tierarzt zusammen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Es ist wichtig zu beachten, dass jede Katze anders ist und dass es möglicherweise mehrere Anpassungen der Dosierung und Medikamente benötigt, bis die optimale Behandlung gefunden ist.

Quellen:

  • „Epilepsy in cats“ von the International Cat Care (ICC) – https://icatcare.org/advice/epilepsy-in-cats/
  • „Feline Epilepsy“ von the Merck Veterinary Manual – https://www.merckvetmanual.com/cat-owners/neurologic-disorders-of-cats/feline-epilepsy
  • „Phenobarbital“ von the Merck Veterinary Manual – https://www.merckvetmanual.com/pharmacology/central-nervous-system-pharmacologic-agents/phenobarbital
Jetzt bewerten post

⇓ Weiterscrollen zum nächsten Beitrag ⇓


Marvin Rüttger

Hundeprofi und Katzenliebhaber in einer Person, geht das? Marvin Rüttger ist aufgewachsen auf einen Bauernhof mit klassischer Tierpopulation von Katze bis Pferd. Sein Wissen über Tiere erhielt er gesammelt über Generationen seiner Familie und gibt es jetzt online in diesem Blog weiter.
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"